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Stadt ist.
Stadt ist.

Thermalwasser und Trinkwasser

1809 Protest gegen die Höherlegung der Hauptquelle des Thermalwassers in Ennetbaden, weil 1799 das französische Militär dort alle Ausläufe der Quelle verstopfte und kein Badewasser mehr floss. Die Ortsbürgergemeinde der Stadt Baden wandte sich aus Angst vor dem Versiegen der Quellen in den grossen Bädern an die Regierung. Rechtsgrundsatz, dass auf keinen Fall der Status quo der Quellen verändert werden darf.
1822 Die Regierung des Kantons Aargau tritt zum ersten Mal als Wahrerin der Rechte am Gesamtquellenstock von Baden und Ennetbaden auf und übt ein Hoheitsrecht aus.
1835/36 Bau eines Armenbadehauses (Badarmenanstalt, bis 1909) und einer Laube für Trinkkuren.
1838 Die Ortsbürgergemeinde versorgte das Armenbadehaus mit Wasser aus dem heissen Stein statt mit solchem aus der Limmatquelle.
1843 Am 18. September wird die Quelle im Ochsen entdeckt.
1844 Am 5. März wurde in einem Schacht von 23 Fuss Tiefe die Verenahofquelle entdeckt, eine der bedeutendsten Quellen.
1844 Die Ortsbürgergemeinde verpflichtet sich, einen öffentlichen Trinkbrunnen zu errichten. Mit einem Servitut, dass die Eigentümer des Gasthofs Raben (heute Schweizerhof) der Ortsbürgergemeinde unentgeltlich vom Badewasser des heissen Steins eine alte Badenermass pro Minute abgeben.
1895 Verkauf der Badarmenanstalt an die «Vereinigung der Badewirte».
1898 Einlegung von Wasserleitungsröhren in das Land am Schlossrain.
1906 Ausbau der Trinkhalle zu einem Inhalatorium.
1960 Landkauf Bollenhof und von 3 Parzellen in Bergdietikon zur Sicherung der Grunderhaltung der Quellen und der Trinkwasserversorgung der Stadt.
1968 Gewährung eines Baurecht an die Einwohnergemeinde Baden für die Erstellung eines Trinkwasserreservoirs von ca. 150 m² Grundfläche in der Waldparzelle der Ortsbürgergemeinde über dem Westportal des Bareggtunnels.
1970 Waldkauf in Killwangen und Spreitenbach zur Sicherung von Trinkwasser-Quellen.
2017 Baubeginn «Botta-Bad» im Bäderquartier mit geplanter Eröffnung im Herbst 2021.
2018 Das Projekt «Heisse Brunne» wird an der Ortsbürgerversammlung mit einem Verpflichtungskredit in Höhe von CHF 670‘000 iniziiert. Im Limmatknie in der Nähe der heutigen Limmatquelle soll das Thermalwasser wieder öffentlich zugänglich gemacht werden.